Chronik Kirche
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                                                      1250 - 2017, 767 Jahre Ortsgemeinde Himmighofen.

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Die Geschichte der Kirche zu Himmighofen

Himmighofen war nach den Angaben Vogels (St. Archiv Wiesbaden Xll S,) aus dem Mittelalter her ein Kirchort, vermutlich schon in de rvorreformatischen Zeit.
Bei Gründung des hessischen Kirchenstaates wurde es mit Gemmerich als Filiale der Reichenberger und 1774bei Teilung des Vierherrischen, der Rheinfelsklasse zugeteilt. Das Verhältnis zwischen Himmighofen und seiner Filiale Gemmerich scheint nicht immer das Beste gewesen zu sein. Öfters wird uns von Streitigkeiten, die meistens mit der Pfarrbesoldung zusammenhingen, berichtet.

1631 wollte Gemmerich zur Aufbesserung der Pfarrbesoldung nichts beisteuern, wurde aber von der Hessen-Kasselischen Regierung dazu gezwungen.
Da kam das Amt Braubach, zu dem Gemmerich gehörte, 1648 an Hessen Darmstadt und damit war zweifellos der Grund gelegt zu neuen Zwistigkeiten und zur endgültigen Trennung. Besonders die Besetzung der Pfarrstelle gestaltete sich schwierig.
Hessen-Darmstadt verlangte Mitbestimmungsrecht und Hessen-Kassel beanspruchte, weil Himmighofen die Mutterkirche war, beider Besetzung ausschlaggebend zu sein. Von Interesse ist folgender Bürokratismus aus dem 17. Jahrhundert.

Als die Pfarrstelle zu Himmighofen verwaist war, berief Hessen-Kassel einen Pfarrer nach Himmighofen. Hessen-Darmstadt protestierte und berief einen Vertreter nach Gemmerich. Beides war unzulässig. So einigte man sich dahin, dass an einem Sonntag der hessen-kasselische Pfarrer in Himmighofen, am nächsten Sonntag der hessen-darmstädtische in Gemmerich predigen sollte.
Beide Gemeinden aber gemeinsam diese Gottesdienste besuchen sollten. Da machte Hessen-Kassel geltend, dass die Muttergemeinde Himmighofen unmöglich die Gottesdienste bei der Tochtergemeinde besuchen könne. Eine Einigung erfolgte erst nach einigen Jahren.
1683 wurde das, während des Dreißigjährigen Krieges zerstörte Pfarrhaus in Himmighofen aufgebaut, nur widerstrebend beteiligte sich Gemmerich an den Baukosten.

Als 1697 auch die Pfarrscheune wieder aufgebaut werden sollte, kam es zu weiteren Streitigkeiten und zur Trennung. Zum Schaden für beide Gemeinden.
Gemmerich musste bei der Trennung 103 Gulden und 20 Kreuzer an die Kirche zu Himmighofen entrichten.

ln der Folgezeit war Himmighofen gezwungen, allein für die Pfarrbesoldung aufzukommen. Aus diesem Grund ist es erklärlich, aber nicht entschuldbar, daß die Plarrer öfters ihre Bezüge einklagen mussten.
ln diesem Zusammenhang dürfte die damalige Pfarrbesoldung von Interesse sein. 1862 setzte sie sich folgendermaßen zusammen: 3.

18 Gulden, 10 Kreuzer, 11 Heller
9 Malter Korn zu Gemmerich
2 Malter Früchle, das erste Jahr in Korn, im zweiten Jahr
in Hafer zu liefern. lm Dritten Jahr, wan das Fetde brach
liegt, wurde nichts geliefert.
Die letzte Sichelinge, oder Garbe von jedem ,,nachpar’
zu Himmighofen und Gemmerich.
2 Malter Erbsen in jedem Felde und
7 Wagen Heu.

Von diesem Einkommen musste der Pfarrer dann noch den ,,Zehnten’, geben, auch den Lemmer und Furkeln Zehnten, genannt, geben.

Als Pfarrer Wagner 1810 die Verwaltung der Pfarrstelle in Niederwallmenach übertragen wurde, wurde die Stelle in Himmighofen auf Anordnung der französischen Besatzungsbehörde nicht mehr besetzt, sondern von Niederwallmenach aus als Vikariat mitverwaltet.
Nachdem die beiden hessischen Länder zum Herzogtum Nassau gehörten, war die Möglichkeit der Wiedervereinigung von Himmighofen und Gemmerich zu einem Kirchspiel gegeben.
sie erfolgte 1818. Aber Himmighofen wurde jetzt Filiale von Gemmerich.
Das heutige Gotteshaus ist bereits das dritte des Dorfes. Von der ersten Kirche fehlen jegliche Unterlagen.
Die zweite Kirche wurde 1727 erbaul und war 52 Schuh lang, 31 Schuh breit und bis an das Gewölbe 17 Schuh hoch.
Infolge schlechter Fundamente wurde sie bereits nach 57 Jahren baufällig.
1794 wurde dann die dritte Kirche nach dem Plan des Baumeisters Hismar errichtet.
sie wurde auf dem damaligen Totenhof des Dorles gebaut, während die beiden ersten Kirchen in dem damaligen Schulgarten standen.
Am 31. Juli 1842 schlug der Blitz in die jetzige Kirche. Die Chronik berichtet darüber:

Der Blitz schlug in das eiserne Kreuz, ohne es zu zerstören, lief in das Turmdach und zersprengte dieses mit alten Sparren und Brettern und schiefern, zerstörte auch die Gesimsbalken, schlug dann in die Nordseite der Mauer, warf einen Teil der Mauersteine heraus, leitete sich dann an dem Uhrperpendikel herab, zersprengte das Turmfenster, warf einen Opferstock um und zertrümmerte ungefähr 30 Sandsteine im Fußboden. Der Luftdruck war so stark, dass sämtliche scheiben an den Fenstern zerbrachen und nach außen geworfen, selbst die eisernen Fensterstangen nach außen gebogen wurden. Die Reparaturkosten betrugen 380 Gulden.
lm Jahr 1925 wurde die Kirche von dem Kirchenmaler Adolf Presber von Wiesbaden ausgemalt. Farbige Aufteilung der Flächen mit Gemälden aus dem Leben Jesu war leitendes Prinzip.
lm Verlauf der Jahre wurde das Mauerwerk trockengelegt und die Außenwände erhielten einen Verputz. Gleichzeitig wurden die beiden Türen in der Mitte des Kirchenschiffes zugemauert und der Eingang zur Kirche in den Turm verlegt.
Das Kircheninnere wurde nachdem der Ölofen explodierte und die ganze Kirche schwarz von Ruß war, komplett restauriert.
Der Fußboden wurde erneuert und eine elektrische Sitzplatzheizung installiert. Die zweimanualige pneumatische Walkerorgel aus dem Jahr 1898, bekam unter Beibehalten der meisten Register ein mechanisches Werk und einen neuen einmanualigen Spieltisch und einen modernen Pedal.
Eine mechanische Kirchenuhr mit Halb- und Stundenschlag wurde in den Turm nachdem das Gebälk verstärkt und z.T. erneuert wurde, eingebaut. Mittlerweile wurde diese durch eine elektronische Uhr ersetzt.
Das Kircheninnere wurde einfarbig hell gestrichen, die Bänke, die Empore, die Orgel und die Kanzel sind in Dunkelgrau gehalten. Die Kirche in ihrer schlichten, einfachen Ausstattung macht einen freundlichen einladenden Eindruck.
1994 konnte das 2oojährige Bestehen des Gotteshauses mit einem festlichen Gottesdienst mit der ganzen Gemeinde und im Beisein der noch lebenden ehemaligen Pfarrer gefeiert werden.

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Ortsname: Himmighofen
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Landkreis: Landkreis Rhein-Lahn-Kreis
Bundesland: Rheinland-Pfalz

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Fläche: 5,04 km2
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