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Herzlich willkommen auf der Homepage zur Ortsgemeinde Himmighofen im Rhein-Lahn-Kreis 

                                                      1250 - 2017, 767 Jahre Ortsgemeinde Himmighofen.

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Gemeinde Infos, Informationen zu Himmighofen - Kurzfassung der Dorfgeschichte - Das Dorf im 19. Jahrhundert

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Informationen zu Himmighofen
Kurzfassung der Dorfgeschichte
Informationen (Quelle: Festschrift zur 750-Jahr-Feier 2000)

Für die 750-Jahrfeier der Gemeinde Himmighofen sollte eigentlich die Ortschronik fertiggestellt werden.
Die Erforschung der alten Akten und Schriften im Hauptstaatsarchiv in Wiesbaden ist jedoch äußerst zeitaufwendig und umfangreich, sodass hier in der Festschrift nur ein verkürzter Bericht über die Entstehung und Geschichte des Dorfes vorgestellt werden kann.
Das Dorf Himmighofen war ,,vierherrisch,,, deren Herren zur Hälfte die Grafen von Katzenelnbogen waren.
Das Dorf Himmighofen wird nach dem derzeitigen Kenntnisstand der Forschung zum ersten Mal im Teilungsvertrag der Grafen von Katzenelnbogen erwähnt, der im Hessischen Staatsarchiv Marburg als Bestandteil des sogenannten Hessischen Samtarchives überliefert ist und den M. Sponheimer in seiner Landesgeschichte der Niedergrafschaft Katzenelnbogen 1932, Seite 257 bis 262, veröffentlicht hat.
lm Vertrag kommt Himmighofen an drei Stellen, in der Schreibweise Himmingoben, Himmingobin und Himmengoven vor.
Der Vertrag ist nicht datiert. Nach Sponheimers Einschätzung soll er zwischen 1250 und 1260 geschlossen worden sein.
Himmighofen gehörte.in der Niedergrafschaft zum Amt Reichenberg und erlebte in den nächsten Jahrhunderten den häufigen Besitzerwechsel der Niedergrafschaft mit. So kommt die Niedergrafschaft durch Heirat 1479 in den Besitz von Hessen. Als 1567 Landgraf Philipp, Herrscher von ganz Hessen stirbt, wird Hessen an seine 4 Söhne aufgeteilt.
Die ehemalige Niedergrafschaft fiel an Hessen-Rheinfels. 1583 übernimmt Wilhelm von Kassel die Niedergrafschaft Rheinfels. 164g wurde dessen Nebenlinie Hessen-Rotenburg mit ihr ausgestattet.
Auf Betreiben Napoleons wurden während der französischen Besatzungszeit, die vielen kleinen Territorialherrschaften im Taunus und Westerwald zum Herzogtum Nassau vereint. Nach dem verlorenen Krieg 1866 gegen Preußen und der gewaltigen Schlacht bei Zorn, kam das Herzogtum zu Preußen und wurde Regierungsbezirk Wiesbaden.
Aus dieser Zeit liegt ein Erlass der Landesregierung vor, wonach unverzüglich festgestellt werden soll, welche Mannschaften und Pferde im Notfall untergebracht werden können. Bei der Kreiseinteilung vom 7.6.1885, bei der die bisherigen Ämter aufgelöst wurden, kam Himmighofen zum neu gegründeten Kreis St. Goarshausen.
Nach dem Ende des ll. Weltkrieges wurden die vier rechtsrheinischen Kreise mit dem Hunsrück, der Eifel, Rheinhessen und der Pfalz zum Land Rheinland Pfalz zusammengeführt. Bei der Verwaltungsreform 1972 wurden die Kreise Unterlahn und der Loreleykreis, so nannte sich der Kreis St.Goarshausen zusammengelegt.
Gleichzeitig wurden Verbandsgemeinden nach dem Muster der linksrheinischen Amtsverwaltungen gebildet. wobei die Selbstverwaltung mit Gemeinderat und Ortsbürgermeister, – so heißt jetzt der Bürgermeister,- mit Finanzhoheit erhalten blieb. Himmighofen gehört mit weiteren 32 Gemeinden zur Verbandsgemeinde Nastätten. Soweit der politische Weg des Dorfes Himmighofen.

Die Bewohner des Dorfes Himmighofen

7 Hausgesäße, heute würden wir sagen Familien, sind uns dem Namen nach bekannt, die um 1250 in dem Dorf wohnten, das in einer fruchtbaren Talsenke unterhalb der Wasserscheide zum Rhein liegt.

Über diese Wasserscheide, einen leichten Höhenzug, zog sich eine alte Straße, noch aus der Römerzeit, die von Braubach bis nach Espenschied führte.
ln der Gemarkung Himmighofen heißt die Straße heute noch die Römerstraße, oder auch Braubacher Straße.

Die Familien führten nur den Namen des Mannes. Ein zweiter Name, der Geburtsname erscheint erst sehr viel später. Sie hießen:
Hartlieb mit Minta und Kindern,
Wimar mit Frau und Kindern,
Frischo mit Frau und Kindern,
Emercho mit Frau und Kindern,
Konrad mit Frau und Kindern,
Richwin mit Frau und Kindern,
Thimo mit Brüdern, Frau und Kindern.

Es dürften um die 40 bis 50 Personen gewesen sein, die in dem Dorf lebten und sich vom Ackerbau und Viehhaltung ernährten.

Die nächste Jahreszahl die wir f finden, datiert aus 1424. Also 175 Jahre später.
Dort wird in einer Urkunde geschrieben:

Jotte, die Witwe des Wilderich Diederich von Allendorf, empfängt von Graf Johann von Katzenelnbogen, die von ihrem Gatten erhobenen aufgezählten Gefälle, auf Lebenszeit, nämlich zu Ruppertshofen und Himmighofen.
Die Urkunde datiert den 31. Oktober 1424.Der Siegler: Daniel von Mudersbach, Fayt von Becheln, Burggraf zu Rheinfels.

Aus dem Jahr 1533 stammt das erste Register über die Hebung des Zehnten und Steuern.
Der Zehnte wurde in Naturalien, entweder der Zehntgarbe, oder der Zehnte der Ernte, die in Simmern, bzw. Sestern gemessen wurden.
Es umfasst 12 Namen.
Zeitgemäß folgt ein:

Verzeichnis der Huben und Dörfer im Amt Reichenberg so unserem gnädigsten Fürst und Herrn mit aller Hoch- und Kirchenobrigkeit zuständig.

Thal Reichenberg 5 Hausgesäß
Awel 9
Bochele 16
Ülsper 16
Ruppertshoffen 20
Castorff 12
Pissiehoffen 12
Himmighoffen 16
Eschbach 8
Nochern 22
Reizenhain 23
Nied.Wallmenach 30
Nastetten 108
Pohl 18
Lolschied 15
Rodt 14
Nied.Diefenbach 9
Lierschied 32

Summa Huben und Dörfer – 18 – und Hausgesäß 395

Das Verzeichnis ist nicht datiert. Müßte aber in Zusammenhang mit anderen Urkunden aus dem Jahr 1601 stammen.

lm Jahr 1629 wurde erstmals die Bestellung eines einmal wöchentlichen Postdienstes von st. Goar über Reichenberg, Gronau, Schwalbach, Rüsselsheim nach Darmstadt eingerichtet.

lm Steuerregister von Himmighofen aus dem Jahr 1695 sind 19 Namen mit ihren jeweiligen Häusern, Ställen und Scheunen aufgeführt.

Aus der Beschreibung der Häuser mit Nebengebäuden, ihrer Lage zueinander, könnte man ein Bild des damaligen Dorfes nachzeichnen.
Auch die Felder und Wiesen, die dazumal noch nicht vermessen waren, tragen die Flurbezeichnungen, die heute noch gültig sind.
Beiden Häusern steht: unten Stein, dann Holz mit Lehm, Dach: Stroh Scheuern, Holz mit Lehm.
Danach waren die Häuser wie in unserem gesamten Land in Holzfachwerk, meist Eiche gebaut. ln der waldreichen Gegend wuchs genügend Holz. Wogegen Steine zum Mauerwerk von weit her transportiert werden mussten. so beschränkte man sich nur auf ein Fundament aus Schieferbruchsteinen, die aber in der hiesigen Gegend flach spalteten und keine guten Mauersteine ergaben.
ln die Fächer der Wände wurden gespaltene Eichenspäne, oder auch Weidenruten eingespannt. Anschließend wurden die Wände mit Lehm, der mit
kurzgeschnittenem Stroh vermengt wurde ausgeschmiert.
Zwischen die Deckenbalken wurden gespaltene Eichenhölzer die mit Stroh umwickelt waren in dafür herausgeschlagene Kerben gelegt. Danach wurde der Zwischenraum mit Lehm ausgegossen und die Decke von unten mit Lehm verputzt.

Der Fußboden bestand aus dicken Fichtenbohlen. Lediglich die Küche hatte einen Steinfußboden. Meist mit Sandsteinplatten ausgelegt. ln der Küche stand ein gemauerter Herd mit einem offenen Kamin. ln dem Rauchfang wurde das Fleisch geräuchert und somit haltbar gemacht. unter der Küche in einem Gewölbe aus Bruchsteinen war der Keller. Sehr niedrig, sodass man darin nur gebückt stehen konnte.
Überhaupt waren die Häuser nicht sehr groß. ln der Urkunde steht: Wohnhaus 28 Schuh lang, 17 Schuh breit und bis an das Dachgebälk 15 Schuh hoch.
Bei jedem Haus war ein Brunnen, aus dem mit Eimern das Wasser für Mensch und Tier täglich geschöpft werden musste.

Die Wege waren nicht befestigt und waren die meiste Zeit des Jahres voller Schlamm.

Lediglich die Dorfstraße war gestückt. Das waren Bruchsteine, die in der Breite des Weges in Reihen aufrecht nebeneinandergestellt (gestückt) wurden.
Die Spitzen der Steine wurden anschließend mit einem Steinhammer abgeschlagen und die Oberfläche des Weges somit begradigt. Die Spalten wurden sodann mit Schotter ausgefüllt.

Der Sohlernsche Hof war ebenfalls auf diese Weise befestigt. wir wissen davon, da sich der Pfarrherr in einem Brief an die Herrn von Sohlern beschwert, dass seinen Knechten bei nassem Wetter der Durchgang über deren Hof verweigert würde und sie durch die schlammigen Wege zum Pfarrhof gehen müssten. Der Pfarrhof stand mit der Kirche mitten im Dorf. Dort wo heute das Dorfgemeinschaftshaus steht.
Zurück zu Ackern und Wiesen.

Es gab keinerlei Wege die zu den Feldern führten. Die Äcker wurden nach der Lage beschrieben. Zum Beispiel: Grenzt an Weygands Land, oder gegen den wilden Birnbaum, oder grenzt hinten an das Soder, oder in der Fuhr steht ein großer Stein. So waren die Äcker in den Grundstückslisten aufgeführt.
Ein Großteil der Äcker und Wiesen hatten die Herren von Sohlern vom Landgrafen zum Lehen erhalten. später erbten die Fürsten von Metternich die Ländereien und den Hof. Angebaut wurden Korn und Haber. Das Korn war nicht winterfest. Deshalb gab es oft eine schlechte Ernte. Sie reichte gerade aus um die Menschen über das Jahr zu ernähren. Das Brot wurde aus einem Gemenge aus Korn und Hafer gebacken.
Wir wissen von einem Brief, den der Pfarrer Presber an den Stift zu St. Goar schrieb und er um zwei Malter Korn bat, da er mit seiner Familie seit Tagen kein Brot mehr im Hause habe und auch die Dorfbewohner ihm selbiges nicht geben könnten, da sie selber nichts zu essen hätten.
Es wurde erst besser als um 1730 die Kartoffel im Land eingeführt und angebaut wurde.
Das Dorf Himmighofen wuchs weiter.
ln einer Seelenliste aus dem Jahr 1782 wurden für

34 Männer,
34 Weiber,
48 Söhne.
37 Töchter,
4 Knechte,
1 Geselle,
2 Außer Landes,
12 Mägde

Summa Menschen: 170 gezählt.

An Viecher: 27 Pferde
3 Fohlen
12 Ochsen
66 Kühe
107 jung Rindvieh
439 Schafe
163 Schweine

Die Aufstellung erfolgte auf Anordnung des Reservaten Commisar Vietor, der die Erhebung der Menschen und Viecher in der Niedergrafschaft für fürstliches Steuerkollegium einführen will.
lm Lauf der bisherigen Geschichte des Dorfes sind uns einige Schultheißen bekannt geworden. Sie wurden vom Landgrafen eingesetzt und behielten dieses Amt, wenn sie brav und treu waren bis zum Lebensende.
So finden wir einen Brief, in dem sich ein Bewerber um das Amt des Schultheißen bemühte.
An E u e r Durchlauchstigster Landgraf ,
gnädigster Fürst und Herrn und Herr

Euer Hochfürstlicher Durchlaucht wird vielleicht schon hinterbracht worden sein, dass der bisherige Gerichtsherr und berechender Schultheiß Melchior Bonn, vor etlichen Tagen das Zeitliche mit dem Ewigen verwechselt, mithin dass der dasige Schultheißendienst dadurch nunmehr vacand geworden. Wenn nun Durchlauchigster Landgraf gnädigster Fürst und Herr bei voriger Erledigung betr. dieses Schultheißendienstes ich die hohe Gnade gehabt vor anderen Supplikanden miI dem nunmehr verstorbenen Schultheißen deshalb allein in Vorschlag zu sein, ich auch zu dessen Vertretung mich um so mehr im Stande unterthänigst ermesse, als im letzten Schreiben und Rechnungswesen wohl versiert, über dieses auch Gottlob dergestalten angesessen bin, dass deswegen denen erhebenden Herrschaftlichen Geldern, genügsam Sicherheit vorhanden ist.
Also gelangt an Euer Hochfürstlich Durchlaucht mein unterthänigst gehorsambstes Bitten, Hochdieselbe den vacanden Gerichts und berechenden
Schultheißendienst mir zu conferieren, gnädigst geruhen mögen, die mir dadurch widerfahrende hohe Gnade, werde ich mit aller möglichsten Treu und Fleiß zu verdienen mich bestens Bestreben, als der in Tiefster Unterwerfung erstrebe.
Euer Hochfürstl iche Durchlaucht
Unterthänigst Treu gehorsamster Knecht

Der Schultheiß Konrad Zimmermann beschwert sich beim Landgrafen über Zustände bei der Wahl von einem neuen Gerichtsschöffen (Greichtsschöpf).
Die lange und unterwürfige Anredewollen wir einmal bei Seite lassen. Er schreibt wörtlich:

Berichte unterthänigst, dass im hiesigen Ambt Reichenberg die bös Gewohnheit eingeschlischen ist, dass wenn ein neuer Schöpf erwählt und bestätigt wird, selbiger ein Gastmahl geben müsse. Wobei der Schultheiß und aller Schöpfen, sodann der Amtmann und Bewahrer, samt allen ihrer Weiber zu erscheinen berechtigt seien. ln folglich ist in facto wahr, dass wenn im Kirchspiel ein solch Schöpfenamt erworben wird, dabei 34 Personen erscheinen können.
Gleichwohl nun das Gastmahl drei ganze Tage contimieren und dabei mit Brandwein und Bier traktiert werden muss, also werden Eure Hochfürstlichkeit ohne schwer gnädigst Vermutung, dass hierdurch ein Bauersmann vorab bei diesen so schweren Kriegsläuften notwendig verderben müsse, dannen auch ein jeder Unterthan billig Bedauern trägt, daß etwa aufgetragene Schöpfenamt zu aczeptieren.
Welchem ohnerachtet hier ältere Schöpfen das Amt nicht ermittieren (abge!en) wollen, obwohl sie in Qualität angehender Schöpfen würdig passieren müßten.
Wenn aber gnädigster Herr auf solche Weise die Unter Gerichte mit der Zeit leer und ohne Schöpfen, oder doch dem angehenden Schöpfen durch Verweigerung des Schöffenamtes anders nichts als der Bettelstab zu gebracht wird.

Es werden Euer Hochwohlgeborener Herr gnädigst geruhen mein Scriptum imitans dahin zu verstehen, dass obengenannte Schöpfen, wenn
nicht gänzlich, so doch abgeschafft werden.

Nachdem die Geschichte, die Bewohner, die Kirche und die Schule des  Dorfes beschrieben wurde, können wir uns den jüngeren Zeiten ab 1800  zuwenden.
Von da an sind jährliche Aufzeichnungen über Einnahmen und Ausgaben der  Gemeinde vorhanden. /war nicht vollständig, aber man kann sich ein Bild  über das Leben der Menschen unseres Dorfes im 19′ Jahrhundert machen’  Wir lesen von Hungersnöten 1816/17,1829, und 1853/54,dievieleBewohner  Des Dorfes veranlassten nach Nordamerika auszuwandern um dort ihr Glück  Zu suchen. Wlr wissen wenn Gewehre für die Bürgerweh rangeschafft werden mussten, wi viel Pulver und Blei verbraucht , was für den Nachtwächter  bezahlt wurde und wieviel der Feldschütz an Besoldung anfiel. Die  Armenkasse musste öfters an Geldmitteln aufgestockt twerden, da es für  die wirklich armen und kranken Leute nicht ausreichte. wir können  nachlesen wie viel Botengänge für die Gemeinde gemacht wurden. Für einen Botengang nach Schwalbach bezahlt die 5 Kreuzer. ob der Bote die  Strecke an einem Tag hin- und her erledigte , ist nicht vermerkt. Junge  Paare, die heiraten wollten, mussten bei ihrer Gemeinde einen Antrag  stellen und nachweisen, dass sie für ihre Nahrung aufkommen konnten.  Wollte ein junger Mann oder eine junge Frau außer Landes heiraten,  musste zuerst eine Befreiung aus der Leibeigenschaft beim Landesherrn  beantragt werden’ Die Befreiung erfolgte nur gegen eine Gebühr.
Um lB50 wurde im Herzogtum Nassau die Altgemeine Feldconsolidierung  durchgeführt. Mit dieser Consolidierung wurde die Zersplitterung der  Grundstücke in kleine , und Kleinststücke aufgehoben und die Grundstücke wurden erstmals amtlich vermessen. Dann in die Stockbücher, die ein  Vorläufer des heutigen Grundbuches waren, eingetragen’
ln Himmighofen wurde die Consolidierung 1866 abgeschlossen. Ein Feldwege.
netz wurde angelegt, so dass man immer von einer Seite an die Acker  fahren konnte, und die Grundstücke wurden versteint. Im Ortsbering  wurden die Hofreiten mit Gärten und Wegen vermessen und zu jedem  Grundstück wurde im Stockbuch eine eine Skizze, maßstabgerechte Skizze  angefertigt. Nach diesen Skizzen hat Achim Ruppmanneine große Karte  angelegt, auf der alle damaligen Wohnhäuser mit Scheunen und Ställen,  sowie die Straßen und Wege bezeichNet sind. Darauf sehen wir, dass der  Bereich Wiesbach und groBe Teile unterhalb der Dorfstraße noch nicht  bebaut waren. Gleichzeitig hatten die Landbesitzer die Möglichkeit einen Zehnten an Naturalien, kapitalisieren lassen. Das heißt, sie zahlten an den jeweiligen Zehntberechtigten eine gewisse Summe, die nach der  Werthaltigkeit des Bodens berechnet wurde und konnten dannin mehreren  jährlichen Raten den Zehnten ablösen.
Nach der Consolidierung hatten die Acker eine Größe von 25 Ruten bis 200 Ruten.

1 Rute ist gleich 25 qm, 100 Ruten ist gleich ein Morgen, oder 2500 qm.

Die Maße der Grundstücke lag zwischen 50 Ruten und einem Morgen. Es  wurde die Dreifelderwirtschaft und bessere Anbaumethoden eingeführt.  Drei- felderwirtschaft bedeutete:
ln dem einen Gemarkungsteil wurde nur Winterfrucht, je nach Bodengüte,  Weizen und Roggen angebaut. lm nächsten nur Sommerfrucht, in der  Mehrheit Hafer, ein kleinerer Teil Gerste ausgesät. lm dritten Teil  erfolgte dann die Futterflächen mit Klee und gering Luzerne, außerdem  Kartoffeln und Rüben (Rommele). wie sie bei uns genannt wurden. Diese  jährliche Fruchtfolge und Gemarkungsteilwechselwurde in Himmighofen bis  zur Flurbereinigung in 1956,streng eingehalten.
ln Himmighofen gab es einige große Bauern, die 100 Morgen und mehr,  Acker und Wiesen besaßen. Etwa 15 Bauern besaßen um die 25 Morgen Land.  Das war die Größe, die ausreichte, um eine Familie zu ernähren und zu  unterhalten. Der größte Teil der Bewohner nannte zwischen zwei und zehn  Morgen ihr Eigen. Ein Teil der Männer gingen bei den Großbauern in den  Tagelohn. Die anderen waren Handwerker wie Zimmerleute, Schreiner,  Wagner, Schmied, Schuster oder Schneider. Deren Frauen versahen die  kleine Landwirtschaft.
Die Großbauern hatten neben zwei Pferdegespannen, meist noch ein  Ochsengespann. Die mittleren Bauern fuhren mit einem Pferd und die  kleineren
Bauern benutzten Kühe zum Fahren.
Auf Viehlisten von 1860 bis 1870 ist folgendes Vieh verzeichnet:

24 Plerde und 6 Fohlen.
13 Ochsen
108 Kühe, davon 30 Fahrkühe
211 junges Rindvieh
346 Schafe
8 Ziegen
342 Schweine
725 Hühner, sowie etliche Gänse und Enten.

von 1826 wurde beim Bürgermeister ein protokollbuch geführ.t, in dem  alle Pferde- und Viehverkäufe und Händel beurkundet wurden. Da heißt es  zum Beispiel:

Geschehen zu Himmighofen am 18. Februar, mittags um 2 Uhr. Es erschienen……
Es wird zuerst der Verkäufer, dann der Käufer genannt.

Dann weiter: Erster verkauft letzterem …… es folgt die Tierbeschreibung. Zum Beispiel:

Eine zweikälbrige tragende Kuh mit Bless und hohen Hörnern, oder:
Ein brauner Wallach, der kein Windfänger oder Krippenbisser ist und keine
Gallen an den Vorder- und Hinterbeinen hat und dass er auch auf keinem Auge blind ist.
Dann wurde der ausgehandelte Kaufpreis sowie der Zahlungstermin aufgeschrieben.
Zum Schluss vom Bürgermeister, sowie Käufer und Verkäufer unterschrieben.
Diese Protokolle sind noch bis in die lnflationszeit geschrieben worden. ln einem der letzten Protokolle wird ein Eberkauf für die gemeindliche  Schweinezucht beschrieben, wobei der Verkäufer kein Geld will, sondern  einen Fichtenstamm von etwa einem Festmeter und 4 Klafter Buchenholz.
Mit dem 19. Jahrhundert wurde eine ordnungsgemäße Waldbewirtschaftung  eingeführt. wenn wir erfahren, dass der jährliche Holzeinschlag bei 5000 cbfuß Eichenholz, bei 80 Klafter Buchenholz sowie 1300 Wellen (das sind eingebundene Buchen- und Eichenäste) und nur 950 cbfuß Fichtenholz  lag), dänn ist das nur ein Bruchteil von dem, was wir heute im Wald  ernten.
Der Wald sah zu dieser Zeit ganz anders aus. Das Vieh und vor allem die  Schweine wurden in den Wald getrieben, wo sie reichlich Futter fanden.  Gleichzeitig haben die kleinen Bauern Laub eingescharrt als Streu im  Stall. Es blieb im Gegensatz zu heute kein Ast im Wald liegen. Was  wuchs, das ließ man wachsen. ln großem Stil wurde Fichte bei uns  angepflanzt. Geradeaus in Reihen und ziemlich eng beieinander. Das ergab lange schlanke Fichtenstämme, wie sie die Zimmerleute verlangten. Für  die Gemeinde wuchs ein staailiches Vermögen heran. Es ist uns noch  bewusst, dass mit so manchem Sonderhieb in Fichte oder Kiefer, die  Gemeinde viele Projekte, wie Bau der ersten Wasserleitung 1905, der Bau  des Schulhauses, oder die Befestigung der Ortsstraßen finanziert werden  konnte. Erntereife Bestände wurden kahl abgetrieben und im nächsten Jahr neu angepflanzt.

Von dieser Art Waldbau sind wir aus verschiedenen Gründen abgekommen.
Bei mehreren stürmen in den letzten Jahren sind die schönen  hochgewachsenen Fichtenbestände vom Sturm umgeworfen worden. Des  Weiteren ist die Räumung eines Kahlschlages nicht mehr kostengünstig zu  finanzieren. Außerdem ist das Neuanpflanzen sowie die Pflege der jungen  Pflanzen zu teuer.
Heute betreiben wir eine naturnahe nachhaltige Waldwirtschaft, bei der  es keine Kahlschläge mehr gibt. Durch maßvolles Herausnehmen von  einzelnen Bäumen kann mehr Sonnenlicht in den Bestand und unter den  Bäumen keimen und wachsen junge Pflanzen heran. So wächst ein in der  Größe unterschiedlicher Bestand auf. Gleichzeitig versuchen wir mehrere  Baumarten in einen Bestand zu bringen. Sodass mit der Zeit ein  vielfältiger artgerechter Baumbestand heranwächst. Es werden immer nur  die erntereifen Bäume herausgenommen. Das erfordert von den Forstleuten  eine Menge Können und Wissen um Boden und Baumarten. Vor allem viel  Engagement und Liebe zum Wald.
Die Gemeinde spart vor allem die Pflanzungen und Pflege der Jungbestände und es wächst ein artenreicher Bestand heran, in dem immer Holz  herausgenommen werden kann, das sich auch gut verkaufen lässt.

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Ortsname: Himmighofen
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Amtlicher Gemeindeschlüssel (AGS): 07141055
Landkreis: Landkreis Rhein-Lahn-Kreis
Bundesland: Rheinland-Pfalz

Einwohnerzahl: 309
Fläche: 5,04 km2
Bevölkerungsdichte: 61 Einwohner je km2
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